Ich sah kurz einen auf der Straße...
Ich sah kurz einen auf der Straße,
ein Ring im Ohr, zwei in der Nase…
Ich will ja nun nicht ängstlich klingen:
Das war gewiss der Herr der Ringe.
Ich sah kurz einen auf der Straße,
ein Ring im Ohr, zwei in der Nase…
Ich will ja nun nicht ängstlich klingen:
Das war gewiss der Herr der Ringe.
Alles sehnt sich jetzt nach Ruhe,
Bäume werf’n die Blätter ab,
alles, was mit Kraft und Mühe
herrlich, prachtvoll blühte, starb.
Die Sonne glüht nun abends müde,
und Vögel suchen ein neu’s Heim.
Als ob die Welt nicht leben würde,
aber nein. Zur Jahreszeit
erholt sie sich von ihrer Bürde,
von des Tages Eitelkeit.
Wenn ich zu einem Volksfest gehe,
kann ich immer aufs Neue versteh’n,
warum der Mensch mir so verhasst ist,
wie er schreit und wie er frisst.
Die Nacht in ihrem stillen Schweigen,
unvergänglich ist dein Stolz.
Ich liebe dich, in blauen Kleidern,
und respektiere deinen Trotz.
Lass mich nicht alleine leiden,
ich ahne dein Geheimnis schon.
Mein Geist ist deiner Ehe Sohn.
Du kannst ihn so nicht immer meiden.
Не уж то свет на ней сошелся клином,
или не знаешь чем себя занять?
Вся молодость пройдет ведь мимо…
К чертям всю молодость, коль жить невыносимо!
Коль надоело петь мне и играть.
Коль свет и впрямь на ней сошелся клином.
И все же нам с тобою повезло,
мы столько, брат, с тобою отхватили.
Мне так тогда все было все равно.
Да и сейчас мне все равно, как мы прожили.
Niemals hat die Mutter Ruhe,
die ihre Tochter sah im Grab.
Die Liebeskummer, die ich hab’
sei nur unbequem wie neue Schuhe.
Ich bedauere Ihr’n Verlust sowie,
dass Sie noch nie entbrannten,
nie in 60 Jahren kannten,
was sie ist, die Liebeslust.
Der Welt, aus der die Wissenschaft die Geistigkeit vertrieben hat, die genauso wie ihr Gott „getötet“ und zu einem physischen Mechanismus gemacht wurde, schenkt Friedrich Nietzsche ein neues Leben, neue Dynamik, die Dynamik eines Kunstwerkes, das noch nicht vollendet ist und niemals vollendet sein wird.
Nietzsche unternimmt einen neuen Versuch, dem Leben, so wie es ist, einen Sinn zu geben. Es ist keine Rechtfertigung, die auf eine bestimmte Theologie oder ein Moralsystem stützt, sondern dies ist die Rechtfertigung eines Künstlers. Nur als ein ästhetisches Phänomen lässt sich das Dasein als lebenswert erfahren.
Die Bedeutung der Kunst endet nicht mit der Frage, welche Position sie im Leben eines Individuums einnimmt. Nietzsche versucht seinen Kunstbegriff auf größere Menschenmengen zu beziehen, um damit gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse zu erklären, oder mindestens zu schauen, welche Auswirkung die Kunst oder die einzelnen Künstler auf die menschliche Gesellschaft und Kultur haben.
Wie soll man mit einer Welt, aus der Gott ausgetrieben wurde und die Idee einer sinnvollen Schöpfung erschüttert wurde, zurechtkommen? Wie soll man das Leben in einer säkularisierten, von jeglichem Sinn befreiten Welt ertragen, in einer Welt voller Grausamkeit, Demütigung, Verrat und Leid, in einer Welt, wo alles Leben zum sinnlosen Sterben verurteilt ist? Auf der Suche nach einer Antwort gelangt Nietzsche zur Kunst. In der Kunst offenbart sich die menschliche Schaffenskraft, vielleicht kann sie einen wesentlichen Beitrag zum Leben leisten.
Wyssozki sang uns mal mit Kraft,
wie's in den Bars und Kirchen.
Dass er nicht mehr gesehen hat,
wie Menschen heute stinken!
Ich sag' euch: Sein Zigeunerlied... kann ich ewig hören.
Nichts ist so, so wie es soll! Das kann ich, Freunde, schwören.
Mein Dad schuf neu die alten Märchen:
von einem sonderbaren Mädchen,
von ihrem Prinzen und dem Reiche,
in ihm sind tiefe Honigteiche.
Von Wesen, die im Walde leben:
von Spinnen, die dort Schlösser weben,
von Basilisken und Chimären
und Satyrn, Hexen, Drachen, Bären.
Im Reiche gibt es Königsritter
und armes Fräulein Margareta.
Erzähltest du ein wahres Märchen
von jenem wunderbaren Mädchen,
von ihrem Prinzen und dem Reiche,
in dem die tiefsten Honigteiche,
von grünen, zauberhaften Wiesen
und wilden, grauenvollen Riesen?
Und was, wenn’s stimmt, was Leute sagen,
die jedes Märchen hinterfragen?
Es gibt, sie sagen, keine Ritter
und keine arme Margareta.
Wie soll ich denn noch weiter leben,
wenn alle Sagen langsam sterben?
Erzähl mir deine neuen Märchen,
vom allerschönsten Menschen, Gretchen!
Ich werd’ sie unter Menschen säen,
Ich pflege sie und schütz’ vor Krähen.
Man wird sie eines Tages pflücken
und als den Trank des Lebens schlücken.
Sag, kann ein Märchen mich berauben,
da ich an die erzählten nicht mehr glaube?
Bringst du mir bei, wie ich sie dichte,
wie ich die Welt des Traumes richte.
Mein Vater, sag, dass ich noch lebe,
dass ich nur bloß im Traume schwebe,
ich werd’ die alte Welt vernichten
und sie dann neu, ganz neu umdichten!
Es tut mir leid, still zuzusehen,
wie ganze Welten untergehen,
wie alle Hoffnungen abstürzen
und ihre Herren nicht mehr stützen.
Es tut so weh, den Freund zu hassen.
Wie wurde ich im Stich gelassen?
Was war der Grund, mich zu verlassen?
Die Welt ist Leid, die Welt ist Schmerz,
im Werden ist ihr dunkles Herz.
Ich weiß, weil ich sie selber sehe:
drei Schwestern: Wille, Wahn und Wehe.
Sie sagt: Ich lieb’ dich nicht.
Er sagt: Es kann nicht sein.
Sie sagt: Ich trinke nicht.
Er sagt: Wir trinken Wein!
Die Flaschen wurden weggeräumt.
Das Fenster zu, die Kerzen aus.
Sie sagt zu ihm: Mein lieber Freund…
Er sagt: Ich geh’ schon mal nach Haus’.
Благодарю за этот вечер!
Он мне подарит завтра день.
С тобой моя пребудет тень.
И верь, что это не пустые речи.
Сорвав последнюю завесу,
мы преступили чрез закон,
что людям с детских лет внушен,
но нет закона на повесу.
Нельзя растрачивать нам честность:
нам столько тайн дано хранить.
Хрупка серебряная нить,
хранящая в тиши безвестность.
Мой милый друг, когда с тобою
мы перестанем быть близки,
средь моря сумрочной тоски
быть может вспомнишь день со мною.
Ich weiß bis heute selber nicht,
warum mir dies geschehen musste,
aber ich lebe nun wie’n Dieb,
der eines Glück zu stehlen wusste.
Wir schlossen keinen Ehebund;
ich werd’ ihr trotzdem Rede stehen.
Und dafür gibt es einen Grund:
Sie ist mir wichtiger als Sehen.
Я снова привыкаю жить,
в грудь воздух набираю жадно,
ни зги не вижу, но отрадно
хотя б по сути зрячим быть.
Судьба, судьба, моя судьба…
А ты все хочешь торговаться?!
И я готов тебе отдаться!
Со мной ты не была скупа!
И в этот раз не поскупилась
меня ты по миру пустить,
с людьми чужими слезы лить,
коль водка уж ручьями лилась.
Чужие люди! Живы все же!
Среди чужих чужим я свой.
Не торопись, мой друг, постой!
Ты как чужой мне всех дороже.
Alles ist zu Staub vergangen,
ich hab’ mein Leben voll versäumt;
großen Menschen muss ich danken:
Ihr habt mich doch noch weggeräumt!
Одно свое воспоминанье
храню я с ранних-ранних лет.
Оно как в утреннем тумане,
оно - глубокий детства след.
Хотя тебя я помню смутно,
твой полон красками портрет.
Сама ты помнишь, как уютен
был этим детям белый свет?
Исчезло днесь воспоминанье,
рассеяв утренний туман,
и тоже гордое сиянье,
представ, твой излучает стан.
Цвети ж на почве мирозданья,
расти и в силе и красе,
чтоб всяка тень мирских страданий
пропала в утренней росе!
Ich schreib’ es nieder: Vielen Dank!
Kennt meine Frechheit keine Schranken?
Wie sollt’ ich mich denn sonst bedanken?
Habe einen schönen Tag!
Meine Liebe, lass uns gehen.
Nimm, Liebste, keine Sachen mit.
Was hast du hier noch nicht gesehen,
was eine Freude uns verspricht?
Es gibt nicht ewig etwas Neues,
das Leben wird wie alles alt,
nichts Ehrliches, nichts Gutes, Treues.
Die Lebensfarben werden kalt.
Lass uns endlich ausbrechen,
wir wandern in das neue Land.
Man kennt vielleicht dort kein Verbrechen
und Freude ist zahlreich wie Sand.
Wahrscheinlich können wir dort bleiben,
am Feuer, das für immer brennt,
mit Menschen, die uns nicht vertreiben,
wo jeder seine Ziele kennt.
Gute Nacht, mein lieber Schatz,
lass mein’ Stern dich nun bewachen,
deinen Schlaf erholsam machen.
Schlafe schön, mein gold’ner Schatz!
Guten Morgen, lieber Schatz,
siehst du schon die Sohne gähnen?
Sie wird deinen Tag erwärmen,
gibt dir einen heißen Schmatz!
Liebste, hast du selber nicht gesagt,
wie wunderbar ist Menschenleben,
dass kein Gewitter, kein Erdbeben
es jemals übler, grauer macht?
Wunder geschieht in der heiligen Nacht:
Oben im Himmel der Stern
leuchtet uns strahlend in göttlicher Pracht,
führt zu der Krippe des Herrn.
Halleluja, Ehre dem ewig’n Sohn!
Halleluja, Erde ist Gottes Thron!
Gott, der das Seiende machtvoll bewahrt,
Engel sind ihm unterworf’n,
hat seine Gnade dem Mensch offenbart,
gibt ihm das Glück und das Hoff’n.
Unsere Speise das göttliche Wort,
geistlicher Durst wird gestillt;
Beten zu Christus an jeglichem Ort —
er ist barmherzig und mild.
Freut euch ihr Menschen, es juble das Volk!
Alle, die holdselig kam’n,
singen dem Kinde das ewige Lob,
preisen für immer sein’ Nam’n!