Sonntag, 29. Dezember 2013

Gute Nacht, mein lieber Schatz!

Katja M. S. B.

Gute Nacht, mein lieber Schatz,
lass mein’ Stern dich nun bewachen,
deinen Schlaf erholsam machen.
Schlafe schön, mein gold'ner Schatz!

Guten Morgen, lieber Schatz,
siehst du schon die Sohne gähnen?
Sie wird deinen Tag erwärmen,
gibt dir einen heißen Schmatz!

28. Dezember 2013

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Liebste, hast du selber nicht gesagt?

Liebste, hast du selber nicht gesagt,
wie wunderbar ist Menschenleben,
dass kein Gewitter, kein Erdbeben
es jemals übler, grauer macht?

19. Dezember 2013

Weihnachtslied

Wunder geschieht in der heiligen Nacht:
Oben im Himmel der Stern
leuchtet uns strahlend in göttlicher Pracht,
führt zu der Krippe des Herrn.

Halleluja, Ehre dem ewig’n Sohn!
Halleluja, Erde ist Gottes Thron!

Gott, der das Seiende machtvoll bewahrt,
Engel sind ihm unterworf’n,
hat seine Gnade dem Mensch offenbart,
gibt ihm das Glück und das Hoff’n.

Unsere Speise das göttliche Wort,
geistlicher Durst wird gestillt;
Beten zu Christus an jeglichem Ort -
er ist barmherzig und mild.

Freut euch ihr Menschen, es juble das Volk!
Alle, die holdselig kam’n,
singen dem Kinde das ewige Lob,
preisen für immer sein’ Nam’n!

1. Dezember 2013

Donnerstag, 14. November 2013

De fortuna

Sapientia Sciurus: Viel Glück zu deiner Prüfung!
Ich: Es ist kein Kartenspiel.

Montag, 5. August 2013

Der Himmel blutet spät am Abend...

Katja M. S. B.

Der Himmel blutet spät am Abend,
das Heer im Schweigen kehrt zurück.
Der Feldherr ruft sich selber tadelnd:
"Es fehlte noch ein kleines Stück!"

Der Gegner kann sich auch nicht freuen:
Nur zu beweinen ist der Sieg,
zu viele sind nun zu bereuen,
zu vieles einem stiehlt ein Krieg.

Ich habe selbst die Ruh gebrochen,
der erste Schlag ist immer mein.
Ich wollte nicht, dass sie gehorchen,
mein Herz gleichgültig war wie'n Stein.

Ich wollte später mich schon beugen,
mein Volk hätt' dann 'nen weisen Herrn,
der ist den meisten überlegen,
den mag ich selber äußerst gern.

5. Juli 2013

Sonntag, 2. Juni 2013

Ein Sklave der Freiheit

Begriff des Rechts in Hegels Rechtsphilosophie

Es erben sich Gesetz’ und Rechte
Wie eine ew’ge Krankheit fort,
Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte
Und rücken sacht von Ort zu Ort.
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage;
Weh dir, dass du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
Von dem ist leider! nie die Frage.
Johann Wolfgang von Goethe1

Johann Wolfgang von Goethe legt diese Worte dem Teufel in den Mund, der einen Schüler belehrt. Man spricht davon, dass klassische Dichter wie Goethe immer aktuell bleiben oder sogar mit der Zeit an Aktualität gewinnen. Ist es so? Goethes Zeitgenosse, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, versteht dagegen das Recht als das Dasein der Idee der Freiheit, die ihrerseits existenziell für das menschliche Wesen ist. Diese Idee wird nicht wie die ewige Pest von Eltern zu ihren Kindern weitergegeben, sondern vielmehr werden immer mehr ihrer Momente vom Geist aufgenommen und verwirklicht, sie ist die Einheit von Begriff und Wirklichkeit, die der Begriff sich selbst gibt2. So befindet sich auch das Recht im permanenten Progress, denn "[j]ede Stufe der Enwticklung der Idee der Freiheit hat ihr eigentümliches Recht [...]"3. Die Freiheit, die die Substanz des Rechts darstellt, wird von Hegel nicht als etwas Schlechtes, Gesetzloses, Anarchisches verstanden, sondern als etwas moralisch Positives4, sodass man auf höheren Entfaltungsstufen des Geistes von einem vollkommeneren Recht reden kann.

Der Mensch geht einen dornigen Weg in der Geschichte, reinigt sein Menschenbild. Es ist kaum zu bestreiten, dass ein Bürger eines modernen Rechtsstaates, rechtstheoretisch gesehen, freier als zuvor ist; aber was ist jenes Recht, das uns diese Freiheit gibt: Ist es ein Segen, wie es Hegel beschreibt, oder doch eine beständig anschwellende Bürde, wie es der als Faust verkleidete Mephisto behaupten würde? Im Folgenden wird mich die Frage beschäftigen, inwiefern das Rechtssystem eines Staates das Wohlergehen seiner Bürger widerspiegelt; ob ein höheres Recht sich im immer menschlicher werdenden Menschen spürbar macht.

Wie ist die Entwicklung in der Geschichte möglich?

Der erste Punkt, der in diesem Zusammenhang von Belang ist, ist, wie Hegel denkt, die Verbindung zwischen dem staatlichen Recht und den Bürgern dieses Staates herstellen zu können. Es ist bei Hegel so, dass das Recht zu einem bestimmten Zeitpunkt die Entwicklungsstufe des Volksgeistes darstellt. Es sei deswegen gar nicht möglich, dass irgendein Mensch seine Zeit überholt. Als Beispiel erwähnt Hegel den platonischen Staat und behauptet, dass er kein Vorbild in alle Ewigkeit, sondern nur "die Natur der griechischen Sittlichkeit"5 jener Zeit sei. Ein noch besseres Beispiel wäre, dass Hegel zwar den Anspruch erhebt, nicht über einen konkreten Staat bzw. ein politisches System zu schreiben,6 seinem Vorhaben selbst aber nicht immer treu bleibt. So vertritt er die konstitutionelle Monarchie als die beste der bekannten Staatsformen, womit man heutzutage nicht unbedingt zufrieden wäre,7 d.h. er hielt für etwas allgemein Vernünftiges und einem Rechtsstaat Unentbehrliches, was bloß der Tradition seiner Zeit angemessen war.

Vielmehr schreibt Hegel, dass die Philsophie mit ihren Belehrungen immer zu spät sei, "[a]ls der Gedanke der Welt erscheint sie erst in der Zeit, nachdem die Wirklichkeit ihren Bildungsprozeß vollendet [...] hat."8 Es scheint Hegels Antwort auf die Frage zu sein, wie überhaupt geschichtlicher Fortschritt möglich ist, wenn der Mensch seiner eigenen Zeit nicht voraus sein kann, dass der Geist, das freie Bewusstsein und damit das Recht sich unabhängig vom menschlichen Wollen entwickeln. In der Tat wird das Menschenbild in Europa immer fortschrittlicher: es gibt keine offizielle Sklaverei, die Hautfarbe entscheidet nicht über die menschliche Würde und die Eltern haben keine Macht über ihre Kinder wie über einen Gegenstand. In Deutschland werden diese Ansichten auch juristisch im Grundgesetz verankert.

Ferner sieht Hegel das Ziel der Philosophie in der Erforschung des Wirklichen, das auch vernünftig ist.9 Somit ist alles Klagen über den wirklichen Staat unvernünftig. Es gibt jedoch auch Rückschritte. Was ist mit den Zeiten, die von den meisten Menschen im Nachhinein als höchst unvernünftig und sogar unmenschlich betrachtet werden, wie z.B. die des deutschen Nationalsozialismus: musste man dem Staat gehorchen, weil er wirklich und vernünftig gewesen war? "[...] Hegel distinguished between phenomena that embody a rational structure and those that do not"10, heißt es bei Kenneth Westphal mit dem Verweis auf das Vorwort der Philosophie des Rechts. Wann ist dennoch diese Grenze des Vernünftigen überschritten? Hier stolpern wir über das erste Problem, was die Entfaltung des Geistes angeht: Es gibt kein wirkliches Kriterium, um die jeweilige politische Situation bewerten zu können.11 Hegel sucht nach dem Vernünftigen trotzdem im Transzendentalen und setzt damit anstelle der Willkür seiner unvernünftigen Mitbürger, die ständig über ihren Staat klagen, seine eigene Willkür.12 Da man jedoch, wenn man die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleicht, den Fortschritt feststellen kann, muss die blinde Menschheit von der Geschichte an der Hand geführt werden, sie stößt gegen Gegenstände im dunklen Raum und zieht sich blutige Wunden im Gesicht zu, nähert sich aber immer mehr dem Funken der Freiheit. Doch frage ich mich: Was ist diese Menschheit in ihren Einzelteilen, wirken die Organen im Ganzen des Organismus mit?

Zusammenhang des Menschenbildes und seiner Verwirklichung

Die Behandlung dieser Frage beginne ich mit einer kurzen Geschichte. Ich wurde einmal in Hamburg von einer Gruppe junger Leute angesprochen. Sie seien von einem Unternehmen angestellt, dessen Auftrag es sei, Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen zu helfen, ins Berufsleben einzusteigen, und zwar sollen die Letzteren Zeitschriften austragen. Meine Aufgabe sei es, dabei zu helfen, sie zu kontrollieren. Dafür sollte ich eine Zeitschrift beantragen; ich werde regelmäßig ein Formular zugeschickt bekommen, in dem ich einzutragen hätte, ob ich alle Zeitschriften in dieser Periode erhalten hatte. Meine Belohnung sei, dass ich die Zeitschrift ein halbes Jahr lang gratis bekäme. Ich unterzeichnete den Vertrag. Mehrere Wochen danach bekam ich mein erstes Magazin zusammen mit einem zweijährigen Abonnement, das ich selbstverständlich bezahlen musste. Die Angelegenheit entpuppte sich also als eine sogenannte "Abofalle". Da ist auch klar, warum der Vertrag erst zwei Wochen später zugesandt wurde (damit ich Angst habe, dass ich nach vierzehn Tagen nicht mehr kündigen kann, was in der AGB auf der Rückseite des Vertrages klein geschrieben steht). Seitdem erhielt ich eine Sammlung von Briefen, die mir meine letzte Chance ankündigen, meine Schulden zu begleichen, bevor ich vor Gericht gezogen werde. Dabei handelte es sich nicht um einen harmlosen Einzelfall. Auf der Suche nach Hilfe bin ich weiteren Opfern begegnet. Wir waren mit einer Organisation konfrontiert, die schon seit Jahren auf verschiedene Weisen, aber immer mit gut ausgesuchten und bis ins Detail durchdachten Methoden die Menschen betrügt, den naiven Bürgern das letzte Vertrauen entzieht und Rentner ohne ihre Ersparnisse im Stich lässt.13 Hier kommt die Schattenseite des modernen Rechts zum Vorschein: Die Freiheit bietet auch Freiheit für Verbrecher. Wozu muss jemand altmodisch in einer dunklen Gasse auf seine Opfer stechen und sie berauben, wenn es anhand des vorhandenen Rechtssystems viel eleganter und sicherer gelingt? Und es geht gar nicht um das Gesetz, dass in dicken Büchern niedergeschrieben ist und das bloß ausgenutzt wird, aber an sich ganz angemessen ist, natürlich hätten z.B. die Betrüger in meinem Fall keine Chance vor Gericht gehabt, wenn ich zum Anwalt gegangen wäre; es geht um Menschen aus Fleisch und Blut mit ihren Schwächen, Menschen, von denen nicht jeder Spaß daran hat, nach der Arbeit seine Rechte zu studieren, Menschen, die um die Freiheit des Rechts fürchten.

Noch ein paar Worte möchte ich zur Freiheit sagen, die Hegel nach dem Recht innewohnt. Die Würde des Menschen als eines freien Wesens wird immer mehr ausgeprägt und legitimiert; in einer anderen Hinsicht wird dem Menschen seine persönliche Freiheit entzogen. Es finden sich immer Menschen, die einen solchen Fall, wie den, den ich geschildert habe, ungefähr folgendermaßen kommentieren würden: "Du solltest nicht so dumm sein, du bist selber schuld." Welcher Unfug! Das Vertrauen in andere Menschen wird dabei mit Naivität und Dummheit gleichgesetzt. Der Mensch wird immer verschlossener, kann nicht mehr frei handeln: die Anderen umgeben ihn. Wem vertrauen wir? Unseren Nachbarn? Einem neu geöffneten Online-Shop? Dem Priester? Der Gnade der Politiker? Bankberatern? Deswegen ist vielleicht der lateinische Satz "homo homini lupus" zu einem international bekannten Sprichwort geworden. Hegel sieht Freiheit einseitig, deswegen ist es so schwer, mit Hegel zu sagen, dass die Sittlichkeit "die Idee der Freiheit, als das lebendige Gute"14 sei.15 Wobei ich gar nicht sagen wollte, dass alles jede Minute schlechter wird. Es wird bloß nicht besser. Mein Ziel war dieses Paradoxon aufzuzeigen, dass unser Menschenbild immer sauberer wird, aber andererseits nur im Grundgesetz, nicht in der Seele unseres Nächsten. Jede Stufe der Entwicklung der Idee der Freiheit hat ihren eigentümlichen Betrug, ihre moralische Nicht-Freiheit.

Zu politischen Systemen

Karl Popper schreibt auch, dass die politische Freiheit grausam, zu einer Katastrophe werden kann. Seine Behauptung bekräftigt er unter Anderem damit, dass der Freiheitskampf Terrorismus auslösen kann.16 "Nein, wir wählen die politische Freiheit nicht, weil sie uns das oder jenes verspricht. Wir wählen sie, weil sie die einzig menschenwürdige Form des menschlichen Zusammenlebens möglich macht; [...]"17 Demokratie definiert er als eine Staatsform, in der es möglich sei, die Regierung ohne Blutvergießen "loszuwerden". Im Gegensatz dazu steht Tyrannis.18 Einfachheitshalber werde ich im Folgenden seine Terminologie verwenden.

Man könnte sich fragen, ob die politische Freiheit tatsächlich so einen hohen Wert in den Köpfen der Menschen hat, wie ihn ihr Popper und Hegel beimessen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Menschenbild, Wertesystem und der politischen Ordnung, politischen Freiheit gibt. Dies kann man es an einem Beispiel aus der modernen Gesellschaft verdeutlichen. Deutschland wäre eine sehr unpassende Variante, weil man hier wegen des verlorenen Krieges ein totalitäres Regime noch ein paar Jahrzehnte verabscheuen wird, anders ist es z.B. in Russland, wo ich aufgewachsen bin und meine ersten Lebensansichten von der Kultur aufgedrängt bekommen habe, dem Land der "Helden und Sieger"19. Popper übertreibt übermäßig den Wert der Freiheit, weil das Blut in Freiheitskämpfen in seltesten Fällen für die Freiheit vergoßen wurde. Ein Freiheitskampf innerhalb eines Landes wird gerne angefangen, wenn es den Menschen an Brot fehlt. Diese Anmerkung macht auch deutlich, worum es einem in der Geschichte geht. In Russland zeigt sich daher wegen eines schlecht organisierten Sozialsystems und starker Korruption, dass man sich von der Freiheit nicht sättigen und nicht seinen Durst mit ihr stillen kann. Einerseits wollen einige Angehörige der orthodoxen Kirche, die gewissen Einfluss hat, einen Monarchen, einen orthodoxen Zaren, andererseits vergöttern viele die Sowjetjunion und selbst solche Tyrannen wie Stalin. Wie gesagt, Stalin ist kein Tyrann im Sinne Hitlers, nur dank ihm sei der Sieg im Krieg möglich gewesen und es wird ernsthaft bezweifelt, dass das moderne demokratische Russland einen derartigen Freiheitskampf gegen fremde Eroberer aushielte. Jährlich treten die Veteranen am 9. Mai20 auf und berichten, wieviel besser es in der Sowjetunion war, weil es Ordnung gegeben habe. Es offenbart sich eine ganz andere Wahrnehmung des Totalitarismus, die selbst dadurch nicht verhindert wird, dass es nicht ganz klar ist, ob mehr Menschen im Krieg gestorben sind oder von der eigenen Regierung hingerichtet wurden.

Aus dem oben angeführten Beispiel kann man ablesen, dass die Menschheit die Freiheit nicht um der Freiheit willen anstrebt, dass sie keinen unbedingten Wert hat. Außerdem war Hegel anscheinend der Ansicht, dass ein politisches System besser als das andere sein kann (sonst wären seine Ausführungen bezüglich der konstitutionellen Monarchie sinnlos). Aber bei uns herrscht nun Demokratie und sie ist keine neue Regierungsform, also kann man nicht sagen, dass Hegel von ihr nichts wusste und sie deswegen nicht bevorzugte. Die westliche Demokratie ist lediglich besser als die antike, sie stellt aber nichts Neues dar. Eine Tyrannis ist auch nicht jeder Tyrannis gleich (hier ist das Wort Monarchie angemessener, weil "Tyrannis" in der modernen Sprache einen negativen Nachklang hat). Jetzt kann man darüber nachdenken, ob die Geschichte nicht etwas kreisförmig ist. Die Regierungsformen ersetzen einander, sie tanzen in einem ewigen Tanz um die Menschen herum, kommen in einer besseren Gestalt und gehen wieder.

Das Menschenbild, das Recht und die Person

Hegels großes Verdienst ist, dass er in seiner Rechtsphilosophie diese positive Entwicklung des Begriffs des Menschen, des Menschenbildes aufgespürt und aufgedeckt hat. Unsere Vorstellung vom Menschen ist vollkommener, die Menschenbilder früherer Zeiten verletzten in verschiedenen Aspekten eindeutig die Menschenwürde, waren teilweise unverständlich und nicht befreit. Dann ist es von Hegel aufgezeigt worden, wie ein Menschenbild im Recht verankert wird und wie sie einander offenbaren. Allerdings hat Hegel daraus Schlüsse gezogen, die nicht mehr nachweisbar sind. So unterschied er zwischen der Sittlichkeit und der Moralität21, wobei sein Plan zu beweisen, dass der Staat an sich sittlich sei, fehlgeschlagen ist. Er konnte nicht seinen Weg bis zum Ende gehen, seinen Überzeugungen bis zum Letzten folgen und behauptete von Staaten, die seiner Vorstellung nach doch unsittlich waren, dass sie unvernünftig seien, wobei das Maß dieser Vernünftigkeit Hegels eigener Willkür entsprang und keine objektive Einheit darstellt. Man kann die Sittlichkeit von der Moralität nicht eindeutig trennen. Zum Anderen kann man weder vom Recht auf die Sittlichkeit bzw. Moralität schließen, noch von der politischen Freiheit auf die praktische, der menschlichen Würde entsprechende Freiheit. Insofern wird ein menschliches Staatsideal immer mehr im modernen Staat verkörpert, aber es hat sehr bestreitbaren Einfluss auf die einzelne Persönlichkeiten, Bürger dieses Staates.

  1. Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil, Husum/Nordsee 2012, 55.
  2. Vgl. Schnädelbach, Herbert: Die Verfassung der Freiheit (§§272-340), in: Siep, Ludwig (Hrsg.): G. W. F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Berlin 1997, 234f.
  3. Hegel, Georg Wilhelm Friedrich; Lasson, Georg (Hrsg.): Grundlinien der Philosophie des Rechts, Leipzig 1911, 43.
  4. Vgl. Wood, Allen W.: Hegel’s ethical thought, Cambridge 1990, 40f.
  5. Vgl. Hegel, 13.
  6. Vgl. ebd., 15.
  7. Vgl. Schnädelbach, 249ff.
  8. Vgl. Hegel, 17.
  9. Vgl. ebd., 15f.
  10. Westphal, Kenneth: The basic context and structure of Hegel’s Philosophy of Right, in: Beiser, Frederick C. (Hrsg.): The Cambridge companion to Hegel, Cambridge 1993, 234.
  11. Einer meiner Leser kommentierte diesen Satz mit "eine gewagte These" Es ist mir verständlich geworden, warum Friedrich Nietzsche die Philologen (und an einer anderen Stellen die Philosophen) der Moderne Castraten nennt. Vgl. Nietzsche, Friedrich; Giorgio Colli u. Mazzino Montinari (Hrsg.): Werke: kritische Gesamtausgabe. Bd. 4: Nachgelassene Fragmente: Sommer 1872 - Ende 1874, Berlin, New York, de Gruyter, 26 und 105.
  12. Zu demselben Gedanken führt Hegels Plädieren für die konstitutionelle Monarchie, die ich oben erwähnte.
  13. Viel extremer sind die Rechtsstreitigkeiten der letzten Jahre in der IT-Industrie zwischen großen Unternehmen, wie 2012 zwischen Apple und Samsung oder Oracle und Google. Ohne weiter auf die Details eingehen zu wollen, muss man doch feststellen, dass zwar ein an sich ganz gerechtes Anliegen vertreten wurde, doch bei näherer Betrachtung der Gründe ähnelten die Prozesse doch einem Abzock des jeweils angeklagten Unternehmens.
  14. Hegel, 133.
  15. Vgl. Wood, Allen W.: Hegel’s ethics, in: Beiser, Frederick C. (Hrsg.): The Cambridge companion to Hegel, Cambridge 1993, 229ff.
  16. Vgl. Popper, Karl R.: Alles Leben ist Problemlösen, 14. Auflage. München/Zürich 2010, 171f.
  17. Ebd., 172.
  18. Vgl. ebd., 168.
  19. Es ist nicht mein favorisierter Ausdruck, sondern eher die Volkseinstellung, mit der man oft konfrontiert wird.
  20. Siegestag im Zweiten Weltkrieg, gesetzlicher Feiertag.
  21. Vgl. Wood: Hegel’s ethical thought, 215f.

Samstag, 25. Mai 2013

Dubitō ergō nōn esse possim

Der Heimweg ins Reich des Selbst

Nosce te ipsum.
Oraculum Delphis

Seit der Entstehung der Menschheit wunderte man sich über die Welt, die einen umgibt. Man fragte sich, wie die Umwelt funktioniert, was hinter den natürlichen Ereignissen steht, suchte nach Gesetzmäßigkeiten und legte auf diese Weise den ersten Grundstein für das Gebäude der Physik. Dieses Projekt war jedoch anscheinend so komplex, dass manche Philosophen sich wenige Jahrhunderte später die Ansicht aneigneten, dass es überhaupt keine Wahrheit sondern nur Schein und Täuschung gebe. Durch Grübelei und Diskutieren gelangte man schließlich zum Zentrum seines Daseins, zu seinem Selbst, und stellte sich nun die Frage: "Was bin ich? Habe ich zumindest eine sichere Erkenntnis, dass es mich selbst tatsächlich gibt, oder bin ich auch ein bloßer Schein, eine Selbsttäuschung?"

Die so für den gemeinen Menschen merkwürdige Frage nach dem eigenen Sein wurde schon so oft gestellt, obwohl nichts sicherer zu sein scheint, als, dass es mich, wie ich mich empfinde, tatsächlich gibt. "Sei du selbst!" hört man oft. Was soll ich sein? Immer wieder versuchen die Philosophen auf diese Frage eine Antwort zu geben, abstrahieren sich von ihren Vorgängern, um ihre Fehler nicht zu erben und versuchen ihr System komplett und vollständig vom Anfang an aufzubauen.

René Descartes erhob den Anspruch, das menschliche Denken auf einen festen Boden zu stellen. 1637 veröffentlichte er den "Discours de la Méthode", wo er unter Anderem das Thema, was der Mensch ist und was der Mensch nicht ist, behandelt. Wie gründlich und sicher der von ihm gelegte Weg ist, möchte ich im Folgenden einer Prüfung unterziehen.

Kritik an Descartes' Grundsatz

Die heimatlose Seele

"Danach prüfte ich mit Aufmerksamkeit, was ich war, und sah, daß ich so tun konnte, als ob ich keinen Körper hätte und es weder eine Welt noch einen Ort gäbe, an dem ich mich befand. [...] Deshalb ist dieses Ich, d.h. die Seele, durch die ich das bin, was ich bin, vollkommen unterschieden vom Körper [...]."

Der Leib sei kein notwendiger Bestandteil des Menschen, da die Seele (die eigentliche Substanz, das Denkende) von keinem materiellen Ding abhänge.1 Mein Vorstellungsvermögen reicht weder aus, um eine Seele, noch überhaupt etwas Nicht-Materielles vorzustellen. Descartes verwechselt einen Begriff mit einer Vorstellung. Man hat einen Begriff der Seele, aber keine Vorstellung davon, man hat einen Begriff der Unendlichkeit, aber keine Vorstellung des Unendlichen,2 einen Gottesbegriff, aber keine Vorstellung von Gott. Deswegen werden die Gespenster in den Filmen zwar nicht als Menschen dargestellt, aber als einigermaßen materielle Wesen, die man entweder sieht oder hört oder auf eine andere Weise spürt (etwas Anderes ist gar nicht vorstellbar); deswegen gibt es kirchliche Ikonen und Pilgerfahrten, weil man etwas Übersinnliches kaum verehren kann.

Meine Gedanken sind meine Gäste

"Daraus erkannte ich, daß ich eine Substanz war, deren ganzes Wesen oder deren ganze Natur nur darin bestand, zu denken [...]."

Descartes definiert den Menschen als res cogitans,3 die Wladimir Solowjow seinerseits als "cartesianisch[en] Bastard"4 bezeichnet, weil jener dem Subjekt das zuschreibe, was ihm nicht mit Sicherheit gehöre. Kein Mensch hat sich jemals mit seinen Gedanken identifiziert, was schon aus dem Sprachgebrauch zu sehen ist: eine Idee haben, to have an idea (englisch), avoir une idée (französisch), иметь идею (russisch) - und ähnlichen Ausdrücken, wie mir ist etwas eingefallen, mir ist ein Gedanke gekommen.

Andererseits haben viele Menschen ein Gewissen. Wie oft bereut ein Erwachsener, dass er seinen Eltern Unrecht getan hat, indem er ihnen falsche Motive unterstellte. Ich bereue also Gedanken, die ich hatte, als ob sie mir fremd gewesen wären. Auf dasselbe läuft die christliche Patrologie hinaus: "denn es fordert von dir der Herr, daß du über dich selbst zürnest und gegen deinen Sinn kämpfest, nicht übereinstimmest und liebäugelst mit den Gedanken der Bosheit."5 [Eigene Hervorhebung] Folglich kann man sehr wohl glauben, dass, was nach Descartes den Menschen ausmacht, das Denken, nicht das Subjekt selbst ist, sondern, zumindest teilweise, von außen kommt (von Gott oder dem Teufel zum Exempel).

Die Traumwelt oder die Welt des Traumes

Die Nacht, die wir in tiefem Schlummer sehen,
Ein Engel schuf sie hier aus diesem Stein,
Und weil sie schläft, muss sie lebendig sein,
Geh, wecke sie, sie wird dir Rede stehen.
Giovanni Strozzi auf die "la Notte" von Michelangelo

Descartes behauptet, dass die Gedankenwelt eines Traumes niemals so evident und vollständig wie diese der Realität sei.6 Wie kann man zu diesem Schluss kommen? Man vergleicht das Realitätsbewusstsein mit demjenigen eines Traumes, was allerdings gar nicht in die umgekehrte Richtung geht: Im Traum gelten andere Gesetze, die in diesem Moment unvergleichbare Evidenz und Vollständigkeit haben. Wenn ich also eine zweite Realität annehme und ich nur das Produkt eines Traumes eines Marsianers bin, dann sind die Gedankengänge meiner Wirklichkeit genauso lächerlich und absurd für die zweite Realität.

Die zweite Bedingung für die Vergleichbarkeit zweier Welten (Schlaf- und Wachzustandes) ist die Zeit, da man momentanes Bewusstseinsgut mit einem in der Vergangenheit liegenden Traum vergleicht. "Aber was ist eigentlich diese Summe des Vergangenen? Liegt sie in meiner Hosentasche oder befindet sie sich auf meinem Konto in der Bank? Sie existiert doch nur in dieser Minute, bloß als eine Erinnerung, d.h. ein Bewusstseinszustand, ungetrennt davon, was ich nun empfinde, und es ist selbstverständlich, dass im Fall einer Illusion des Bewusstseins, sie auch eine Illusion des Gedächtnisses beinhaltet: [...]"7 Warum, wenn unsere Sinnesorgane uns keine objektive Darstellung des Raumes liefern, soll ich annehmen, dass die Zeit nicht auch so ein Betrug ist.

Man kann seine Vergangenheit ganz leicht und schnell rekonstruiren, auch wenn diese Re- konstruktion nicht im Geringsten der Wahrheit entspricht, ohne dabei die Absicht zu lügen zu haben. Juristen sind so genannte Knallzeugen bekannt. "Der Knallzeuge funktioniert so: Es hat sich ein Autounfall ereignet, zwei Fahrzeuge sind auf einer Kreuzung ineinander gerast; nun gilt es herauszufinden, wer die Schuld trägt. Glücklicherweise existiert ein Zeuge, der vor Gericht den Unfallhergang in allen Einzelheiten beschreiben kann. [...] [D]er erfahrene Richter hat das Kinn in die Hand gestützt, hört dem Zeugen aufmerksam zu und stellt schließlich die Frage, die man ihm im Referendariat beigebracht hat: 'Und wie sind Sie auf das Unfallgeschehen aufmerksam geworden?' Der Zeuge antwortet: 'Als es so schrecklich knallte, habe ich mich umgedreht.'"8 Der Zeuge erzählte, was er gar nicht gesehen hatte, wobei er selbst von seiner Geschichte so überzeugt war, dass er die Widersprüchlichkeit seiner Aussagen gar nicht bemerkte. Umso mehr kann ich daran glauben, dass ich ein seine Seminararbeit schreibender Philosophiestudent bin, der sich ganz deutlich an sein Abitur erinnern kann, auch wenn ein Marsianer von mir erst seit zwei Minuten träumt.9

Auf den Kredit Gottes10

"Denn erstens ist sogar das, was ich soeben als Regel angenommen habe - nämlich daß alle die Dinge, die wir sehr klar und sehr deutlich verstehen, wahr sind -, nur sicher, weil es Gott gibt oder er existiert und er ein vollkommenes Sein ist und alles, was es in uns gibt, von ihm herkommt."

Den nächsten Schritt, den Descartes tut, um die wirkliche Existenz von res cogitans und res extensa11 zu rechtfertigen, ist der Gottesbeweis, wobei bereits Schopenhauer bemerkte, dass dieser Vorgang selbst "freilich wunderlich" ist: "[...] es ist der umgekehrte kosmologische [von der Existenz der Welt auf einen Urheber schließende] Beweis."12 Der Autor des Discours' schließt vom Vorhandensein des Begriffes der Vollkommenheit bei dem selbst unvolkommenen Menschen auf die Existenz eines vollkommenen Wesens. Diese Vollkommenheit muss bei Descartes das Gute bedeuten, weil er aus ihr den Schluss zieht, dass die Außenwelt wirklich ist, weil dieses Wesen uns anscheinend nicht betrügen darf. Es stellt sich allerdings die Frage, was "gut" bedeutet. Der Begriff des Guten ist in uns gelegt, aber er hat keine übermenschliche Bedeutung. Es könnte eine Welt geben, wo der Mord als gut betrachtet wird, aus dem Grund, dass das oberste Wesen dies als etwas Gutes definiert und in uns legt. Man kann also von unserem Begriff der Vollkommenheit beziehungsweise des Guten nicht auf die Begrifflichkeit des Schöpfers schließen, der selbst diese Begriffe definierte und definieren kann. Unser Schöpfer könnte ein Dämon sein, der um uns herum eine Illusion erschuf und uns glauben ließ, dass er ein vollkommen gutes Wesen sei (also von meiner Sicht dessen, was gut ist).

Außerdem widerspricht sich Descartes, wenn er behauptet, dass man von der Vorstellbarkeit der Vollkommenheit auf einen volkommenen Gott schließen kann13 und an einer anderen Stelle schreibt, dass man von der Vorstellbarkeit einer Chimäre nicht auf ihre Existenz schließen darf14 (zwar ist offensichtlich, dass er im letzten Fall eine bildliche Anschauung meint, aber zumindest kann ich mir eine Chimäre anhand meines Anschauungsvermögens leichter als Gott vorstellen, von dem ich nichts Sicheres sagen kann).

Einen anderen treffenden Einwand bringt Schopenhauer: "Hiebei läßt er überdies sich nun eigentlich noch einen bedeutenden circulus vitiosus [Zirkelschluß] zu Schulden kommen. Er beweist nämlich die objektive Realität der Gegenstände aller unserer anschaulichen Vorstellungen aus dem Daseyn Gottes, als ihres Urhebers, dessen Wahrhaftigkeit nicht zuläßt, daß er uns täusche: das Daseyn Gottes selbst aber beweist er aus der uns angeborenen Vorstellung, die wir von ihm, als dem allervollkommensten Wesen angeblich hätten."15 - und macht einen angemessenen Schluss, indem er einen von Descartes' Landesleute zitiert: "Il commence par douter de tout, et finit par tout croire [Er fängt damit an, daß er alles bezweifelt, und hört damit auf, daß er alles galubt] [...]."16

Das Ich und seine Subjekte

Man könne an seinem eigenen Dasein nicht zweifeln, behauptet der Autor, was allein der Tatsache widrig ist, dass man daran tatsächlich zweifelt. Was man nicht behaupten kann, ist, dass man an etwas nicht zweifeln kann, woran man schon Jahrtausende lang und bis in unsere Tage erfolgreich zweifelt und was daher verständlicherweise nicht so einfach zu leugnen ist.17 Andererseits muss man Descartes Recht geben, dass es etwas gibt, was ich nicht bezweifeln kann, weil, wenn ich sage: "Ich bezweifle etwas", identifiziere ich mich doch mit einem Ich. Ganz unabhängig davon, ob ich jetzt träume oder wach bin, ist mir etwas bewusst, was meinerseits als Ich bezeichnet wird. Dieses Ich empfindet sich als ein Subjekt, eine Form, deren Inhalt zweifelhaft ist.

Folglich muss die cartesianische denkende Substanz in zwei Teile ausdifferenziert werden, wobei ich auf Solowjows Termini zurückgreifen möchte und den einen Teil als reines (phäno- menologisches) Subjekt und den anderen als psychisches (empirisches) Subjekt bezeichnen. Jenes ist sicher und unerschütterlich, da es uns auf dem unmittelbarsten Wege gegeben ist, aber leer, dieses erfüllt und bunt, weil es die ganze Persönlichkeit enthält, dennoch wackelig und grundlos.18

Ego cogito ergo sum sed quis ego sum?

"Cartesius gilt mit Recht für den Vater der neuern Philosophie [...]."
Arthur Schopenhauer19

Das große Verdienst Descartes' ist, dass er die spätere Philosophie auf den Weg hinwies, auf dem man nicht von eingebildeten Pseudo-Wahrheiten lebt, sondern konstruktiv zweifelt, um einen Fortschritt der philosophischen Forschung zu ermöglichen, ohne dabei in der Sackgasse des Skeptizismus zu enden. Einmal auf diesen Weg getreten wollte er ihn unglücklicherweise selber nicht zu Ende gehen. Allein daran, dass seine Schriften immer noch Aufregung, Nachdenken und Diskussionen in der philosophierenden Welt hervorrufen, kann man ersehen, wie unentbehrlich seine Erbe an das Moderne ist.

Nun ist das reine Ich menschlicher Erkenntnis unzugänglich. Man ist nur fähig reflexiv über das empirische Ich - über seinen Charakter und die Summe psychischer Zustände - die einen zum Individuum machen, nachzudenken. Das reine Ich macht in dieser Hinsicht dieselben Schwierigkeiten, wie der Versuch, die eigenen Ohren ohne einen Spiegel zu betrachten. Bin ich eine willensfreie Persönlichkeit?, eine Puppe im Theater eines mir fremden Wesens?, ein Splitter, der eigentlich mit einer Gottheit zusammen, die zugleich die Welt ist, und die aus nur ihr bekannten Gründen plötzlich ihre Harmonie und ihr Gleichgewicht verlor, ein Ganzes bildet?, ein armer und einsamer Knecht seines Schicksals, der sich einbildet, dass er etwas sieht, hört, mit jemandem spricht?, das zufällige Produkt der blinden Natur, die kein einziges Gramm Geist enthält?

  1. René Descartes. Discours de la Méthode. Hrsg. und übers. von Christian Wohlers. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 2011, S. 59.
  2. Übrigens entspringen die bekannten Paradoxa Zenos von Elea daraus, z.B. jenes, dass ein Stab in zwei Teile getrennt werden kann, einer dieser Teile noch in zwei und so ad infinitum. Es gibt folglich einen Begriff vom Unendlichen (unendlichen Teilen in diesem Beispiel), mit dem man jedoch nichts anfangen kann, weil keine Vorstellung gegeben ist. Wo das Fehlen der Vorstellung mit einem vorhandenen Begriff zusammenstößt, entsteht ein Parodoxon (eine Antinomie bei Kant).
  3. Vgl. René Descartes. Principia philosophiae. Amstelodami: apud Johannem Jansonium Juniorem, 1656, S. 14-16.
  4. Wladimir Solowjow. Gesammelte Werke von Wladimir Sergejewitsch Solowjow. Bd. 8: Theoretische Philosophie. Hrsg. und komm. von Ernst Radlow und Sergej Solowjow. 2. Aufl. St. Petersburg: Prosweschenije, 1913. [Соловьев В. С. Собрание сочинений Владимира Сергеевича Соловьева. В 10 т. Т. 8: Теоретическая философия. / Под ред. и с прим. С. М. Соловьева и Э. Л. Радлова. - 2-е изд. - Спб.: Просвещение, 1913.] S. 115.
  5. Makarius der Ägypter. Des heiligen Makarius des Ägypter fünfzig geistliche Homilien. Hrsg. von O. Bardenhewer, Th. Schermann und K. Weyman. Übers. von Dionys Stiefenhofer. Kempten und München: Kösel, 1913, S. 17.
  6. Vgl. Descartes, Discours de la Méthode, S. 69f.
  7. Solowjow, Theoretische Philosophie, S. 121.
  8. Juli Zeh und Georg M. Oswald. Aufgedrängte Bereicherung. Tübinger Poetik-Dozentur 2010. Hrsg. von Dorothee Kimmich und Philipp Alexander Ostrowicz und Anja-Simone Michalski. 1. Aufl. Künzelsau: Swiridoff Verlag, 2011, S. 17.
  9. Vgl. Solowjow, Theoretische Philosophie, S. 121.
  10. Vgl. Arthur Schopenhauer. Parerga und Paralipomena: kleine philosophische Schriften, von Arthur Schopenhauer. Hrsg. von Claudia Schmölders, Fritz Senn und Gerd Haffmans. Mit einem Komm. von Angelika Hübscher. Bd. 1. Zürich: Diogenes Verlag AG, 1977, S. 13.
  11. Vgl. Descartes, Principia philosophiae, S. 14-16.
  12. Schopenhauer, Parerga und Paralipomena: kleine philosophische Schriften, von Arthur Schopenhauer. S. 13.
  13. Vgl. Descartes, Discours de la Méthode, S. 59-63.
  14. Vgl. ebd., S. 69.
  15. Schopenhauer, Parerga und Paralipomena: kleine philosophische Schriften, von Arthur Schopenhauer. S. 91.
  16. Ebd.
  17. Vgl. Solowjow, Theoretische Philosophie, S. 109.
  18. Vgl. ebd., S. 123.
  19. Schopenhauer, Parerga und Paralipomena: kleine philosophische Schriften, von Arthur Schopenhauer. S. 13.

Montag, 29. April 2013

Das dunkle Wissenschaftsalter

Gestern war die Philosophie die Magd der Theologie, heute hat man für die Kunst und Mystik das Wort "Geisteswissenschaft" ausgedacht.

Dienstag, 19. Februar 2013

Irreversibilität und das "Utinam evenisset"

Ich habe ein Mädchen kennen gelernt, Sapientia Sciurus.

Wieso geschah es nicht, als noch Hoffnung bestanden hatte. Gestern, als ich noch Hoffnung hatte, wäre ich für sie nicht interessant gewesen; heute, da ich keine Hoffnung mehr habe, hat unsere Beziehung keine Zukunft.